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grünen Wasserstoff direkt in der Windturbine erzeugen…

Quelle: industr.com

12.02.2021

Die direkte Umwandlung von Windenergie in Wasserstoff – Das ist das Ziel, welches mit einer neuen Lösung erreicht werden soll. Hierbei wird ein Elektrolyseur vollständig in eine Offshore-Windturbine integriert, um dort direkt grünen Wasserstoff zu erzeugen.

Das ist die Schlagzeile mit der Siemens Gamesa und Siemens Energy bis 2025/26 eine Offshore Demonstrationsanlage dazu bauen wollen.

Ich sehe schon das nächste Subventionsgrab auf uns zukommen.

Wasserstoff ist zur Zeit in aller Munde und gilt in Teilen der Bevölkerung als Heilsversprechen, die Energiewende doch noch zu einem guten Ende zu bringen. Der Traum ist ja so schön, aus sauberer Wind- und Sonnenenergie sauberen Wasserstoff zu erzeugen und damit dann Strom herzustellen.

Leider hat der Traum bereits an Land einen gewaltigen Haken und der heißt Wirkungsgrad. Die Experten sind uneins ob dieser bei 30 oder sogar nur bei 16% Gesamtwirkungsgrad für die Herstellung von Wasserstoff liegt.

Das ist aber nur das eine Problem. Egal wie viele Windräder und Solarparks wir auch noch bauen, zwei Fakten bleiben ob der Politiker will oder nicht:

  1. Die Sonne scheint nachts nicht und im Winter spärlich
  2. Der Wind bläst wann er will

Deshalb nennt man Sonne und Wind auch volatile (unbeständige) Energieträger.

Fakt ist, wir haben spätestens ab Ende 2022 eine Versorgungslücke, weil dann alle AKW´s in Deutschland vom Netz sind.

Dann folgt der Kohleausstieg, der diese Lücke noch weiter vergrößern wird.

Eine mögliche Lösung sind neue Gaskraftwerke, die schnell zugeschaltet und wechselnde Lastverhältnisse einregeln können. Von der Planung bis zum Bau, dauert das pro Gaskraftwerk ca. 5 – 7 Jahre.

Geplant ist von der Politik in diese Richtung nichts.

Stattdessen wird in alle möglichen Projekte investiert, die vermeintlich die Energiewende doch noch zum Erfolg werden lassen – aber leider ohne Erfolg.

Wenn hier eine Lösung der Wasserstofferzeugung auf dem Meer angedacht ist, so stelle ich mir die Frage, wie hoch sind die Kosten für die Anbindung an Land. Wer erzeugt den Wasserstoff, wenn der Wind nicht bläst?

Nur mal so zur Info, die Betreiber der Windparks müssen weder für eine stabile Stromversorgung sorgen, noch müssen sie die Kosten für die Einspeisung der erzeugten Energie übernehmen.

Sie werden es erraten, die Kosten für die Anbindung übernehmen wir Verbraucher mit der EEG Umlage.

Es ist einfach nur ein Trauerspiel, zu sehen wie wir sehenden Auges in den Abgrund rauschen, dank hoch bezahlter und unfähiger Politiker.

PS: Die Unfähigkeit mit komplexen Themen sachorientiert umzugehen sehen wir gerade in der Coronapolitik.

Autor: Robert Jungnischke