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MDR Fernsehen 21.02.21 22.20 Mit der Energiewende in den Blackout

DROHKULISSE “DUNKELFLAUTE”: MDR WISSEN UNTERSUCHT DIE ENERGIEWENDE

Damit Deutschland aus eigener Kraft klimaneutral werden kann, muss der Anteil der erneuerbaren Energien verfünffacht werden. Doch ist das überhaupt möglich? Und wenn ja, um welchen Preis?  Diese Fragen stehen im Mittelpunkt einer Dokumentation des MDR-Fernsehens, die am Sonntag,  21. Februar, um 22.20 Uhr ausgestrahlt wird.

Schon der Titel „Mit der Energiewende in den Blackout? Wie sich unser Netz verändern muss” macht deutlich, dass der neue Kurs „Weg von den Kohlekraftwerken, hin zu Windkraft und Solarenergie“ eine Vielzahl ungeklärter Punkte  hinterlässt. „Wir können nicht bestimmen, wann die Sonne scheint und wann der Wind weht, aber es muss immer genau so viel Strom produziert werden, wie verbraucht wird,” kommt Dr. Konstantin Wiegandt, Physiker und Leiter des algorithmischen Stromhandels beim größten europäischen Anbieter erneuerbarer Energie, in der Sendung  der Reihe „MDR WISSEN-Doku“ zu Wort.

Die zentralen Probleme der Energiewende sind laut Expertenmeinung derzeit noch die Speicherung von regenerativer Energie und der Ausgleich von Schwankungen. Bislang droht die sogenannte “Dunkelflaute”, wenn Solar und Windkraft ihren Dienst versagen und im schlimmsten Falle ein
Blackouts droht.  “Die Versorgungssicherheit darf nicht gegen die
Energiewende ausgespielt werden. Unsere Aufgabe ist es, Techniken zu
entwickeln, die beide Kriterien erfüllen”, wird Professor Joachim Seifert, der im Combined Energy Lab der TU Dresden an dezentralen Lösungen forscht, in der MDR-Sendung zitiert.

Die Doku zeigt aktuelle Leuchtturmprojekte der
Energiewende – vom größten Solar- und Batteriepark in Deutschland bis
zum zukünftigen Wasserstoffspeicher – und begleitet Experten und
Forscher bei ihrem Wettlauf gegen die Zeit. “Die Herausforderung bei
der Energiewende ist das Tempo”, erklärt Volker Quaschning, Professor
für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und
Wirtschaft Berlin. Deshalb erforschen Wissenschaftler nicht nur neue
Wege zur Gewinnung und Speicherung von Energie, sondern auch vollkommen neue Ansätze für unser gesamtes Energienetz.

Mit dem sogenannten “Zellularen Ansatz” sollen erneuerbarer Strom und
Wärme lokal erzeugt, gespeichert und auch direkt vor Ort wieder
verbraucht werden. Zum einen sollen die Menschen auf diese Weise
günstige grüne Energie bekommen, zum anderen soll so das Netz
stabilisiert werden, da sich jede Zelle selbst versorgt und das
größere Netz nur noch zum Ausgleich von Schwankungen anzapft. Aber
funktioniert das gleichermaßen in Städten wie ländlichen Regionen?
Das testen die Wissenschaftler von der TU Dresden nicht nur in Berlin, sondern auch in der Kohleregion Lausitz, wo die Energiewende ohnehin einer Zeitenwende

Die Doku ist bereits vor dem Sendetermin vom heutigen Montag an
in der ARD Mediathek sowie auf http://www.mdr-wissen.de  verfügbar.

KeGD/rd