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Der Strom kommt doch aus der Steckdose, oder?

Bislang war nichts so sicher, wie die Tatsache, dass der Strom jederzeit zuverlässig aus der Steckdose kommt.

Wie das so ist mit Selbstverständlichkeiten, sie werden erst bemerkt, wenn sie nicht mehr da sind.

Beinahe wäre es am 08.01.21 soweit gewesen, wie auch bereits im Sommer 2019 an mehreren Tagen. Der Blackout konnte abgewendet werden, weshalb nur die Interessierten und Brachen Insider sich der Gefahr bewusst waren, in der wir alle schwebten.

Rechts auf dem Bild sehen sie einen Braunkohletagebau und ein Braunkohlekraftwerk. Gewiss kein schöner Anblick, aber dank dieser Kohleversorgung und der zuverlässigen Kraftwerkstechnik kam der Strom jederzeit zuverlässig aus der Steckdose!

Das wird sich nun ändern. Von Grüner Ideologie geleitet hat sich die Politik nach Fukushima für den Atom- und Kohleausstieg bis 2038 entschieden OHNE eine Lösung parat zu haben, wie die Versorgungslücke zuverlässig zu schließen ist.

Wobei das schon falsch ist, es darf ja gar keine Versorgungslücke entstehen, denn wir wollen ja alle weiterhin zuverlässig zu jeder Zeit an jedem Ort unseren Strom aus der Steckdose.

Kopf in den Sand

Nur wie das gehen soll, bleibt das Geheimnis der Entscheider.

Bisher gibt es nur einen Lösungsansatz, mehr Wind- und Solaranlagen. D. h. noch mehr volatile Erzeugung, die kommt und geht wie es ihr beliebt.

Wo sind die Lösungen für die Zeit, wo die Sonne nicht scheint und der Wind nicht bläst?

Ich kann nicht nachvollziehen, wie ansonsten schlaue Menschen diese Tatsache schlicht ignorieren.

Alleine die Struktur unseres Strommarktes mit der unverhältnismäßigen Begünstigung der erneuerbaren Energien aus Sonne und Wind, führt dazu dass sich die Lage nur noch verschlechtert, weil sie die Investition in Gaskraftwerke für die Betreiber unrentabel macht.

Dabei sind Gaskraftwerke, die Kraftwerksart, die wir dringend brauchen, um dann Strom zu erzeugen, wenn Sonnen- und Windstrom einbrechen. Sie sind schnell hoch- und runterzufahren und lassen sich leicht regeln.

Wohin geht nun die Reise?

Keiner weiß es. Speichertechnologien sind, entweder noch zu teuer oder in den Kinderschuhen.

Die die uns die Misere eingebrockt haben, die Politiker, interessiert es nicht, die die den volatilen Strom erzeugen, interessiert es auch nicht, da sind keine Verantwortung für die Netzstabilität und eine sichere Versorgung leisten müssen.

Und die Verbraucher wissen es nicht, was da gerade aus sie zukommt.

Eigentlich muss es nicht verwundern. Sobald die Politik eine Wirtschaft mit Subventionen beeinflusst, kommt nichts gutes dabei heraus.

Wenn Sie mal einen richtig schlechten Tag haben wollen, dann rechnen sie mal nach, was uns die Einspeisevergütung der bereits heute installierten Solar- und Windenergie die nächsten 20 Jahre kosten wird. Ja uns alle, das zahlen wir nämlich mit der EEG Umlage.

Und da das ungebremst so weiter gehen soll, wird´s teurer und teurer und die Zeche zahlen nicht die Verursacher, sondern der kleine Mann.

PS: Und das obwohl der Strom demnächst nicht mehr zuverlässig aus der Steckdose kommt!

Autor: Robert Jungnischke